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Friedrich Hölderlin I CD I Projekt bei
Prof. Nicolai Sarafov.


Friedrich Hölderlin lebte zur Zeit der Französischen
Revolution und war somit ein Zeitgenosse Goethes und Schillers. Zu Lebzeiten
war er kaum anerkannt, erst in unserem Jahrhundert schenkte man ihm die
verdiente Aufmerksamkeit.
Hölderlin schrieb im Gehen und aufgrund des bisweilen
zerrütteten Geisteszustandes in großer Eile, kaum Zeit niederzuschreiben,
was da alles kommen wollte. Er war in Frankreich gewesen, hatte die Folgen
der Revolution gesehen und kehrte enttäuscht nach Deutschland zurück,
wo seine Geliebte inzwischen verstorben war. Zu diesem Zeitpunkt verfasste
er das Gedicht "Hälfte des Lebens":
Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.
Der These folgt die Antithese, die Synthese fehlt ...
Den Rest seines Lebens verbringt Hölderlin in
einem Turm in Tübingen, angeblich in geistiger Umnachtung.























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