Nachhaltig drucken mit Steinpapier

Steinpapier
Steinpapier: bemerkenswerte Haptik, schwere Qualität, nachhaltig

Etwas ganz Besonderes: Rockpaper

Als ich 2013 zum ersten Mal mit Steinpapier in Berührung kam, habe ich sofort recherchiert und mich damals sehr gefreut, dass flyeralarm diese Papiersorte in ihr Programm aufgenommen hatte. Ein nachhaltig hergestelltes Papier mit diesen unglaublichen Eigenschaften? Seit damals habe ich einige Karten, auch Visitenkarten für Kunden auf Steinpapier drucken lassen, allerdings hat flyeralarm Steinpapier seit 2014 nicht mehr im Programm. Es gibt zwar Druckereien, die Steinpapier verarbeiten, allerdings meist nicht zu diesem Preis. Das mag durchaus daran liegen, dass Steinpapier wesentlich aufwändiger in der Verarbeitung und Lagerung ist. Somit wird es wohl noch eine Weile dauern, bis dieses Papier als „Normalpapier“ in Druckereien Einzug hält.

Druckereien, die Steinpapier verarbeiten:
Rockpaper (Liste mit Druckereien)
Flyerbombe
Druckbörse (in Österreich)
und hier in Konstanz die Druckerei Otto

 

Steckbrief:
Steinpapier (oder auch: Steinfolie genannt) kann als umweltfreundlich eingestuft werden. Es besteht zu 60 bis 80 Prozent aus Kalksteinmehl und 20 bis 40 Prozent aus Bio-PE (-Polyethylen). Es enthält keinerlei Zellulose. Es ist wasserfest, sehr strapazierfähig, vergilbt nicht, wird nicht von Insekten befallen. Es ist lebensmittelecht. Wird es einmal aussortiert, landet auf dem Müll, zerfällt es im Prinzip wie eine Eierschale unter dem Einfluss von Sonne, Wind und Wetter zu Staub. Es ist nicht giftig.

Was die Öko-Bilanz angeht, gehen die Angaben je nach Quelle mehr oder weniger auseinander. Auf jeden Fall fällt sie sehr günstig aus, besser als bei “echten” Papieren. Es wird für die Herstellung von Steinpapier kein Wasser benötigt, es werden keine Bäume gefällt, es werden keine Zusätze wie Bleichmittel und ähnliches benötigt, da der Kalkstein von Natur aus weiß ist, der Energieeinsatz ist geringer, die CO2-Bilanz ist neutral.
Quelle: 4plusmarketingservice

Dazu Peter Schmitz im Interview mit Planet Wissen:
Wenn Sie Steinpapier und traditionelles Papier in gleichem Format, zum Beispiel A4 und gleicher Grammatur, Gewicht und Quadratmeterzahl nebeneinanderlegen, werden Sie auf den ersten Blick keinen Unterschied sehen. Wenn Sie dann aber Steinpapier mit einem Kugelschreiber beschriften, wird Ihr Schreiber jubeln, denn er schwebt wie auf Wolken. Wenn ein Malheur passiert wie Kaffee auf dem Papier, quillt herkömmliches Papier, die Schrift verwischt, wird unleserlich. Steinpapier halten Sie unter fließendes Wasser, der Kaffee wird abgespült, das Papier quillt nicht, Sie können es mit einem Handtuch oder Serviette abtrocknen, es sieht aus wie neu, die Schrift ist unverfälscht und Sie können es weiter beschriften. Steinpapier ist das ideale Papier für den Außeneinsatz, dort wo Wasser und Feuchtigkeit und Schmutz auf das Papier einwirken können.Schneiden lässt es sich außerdem wie Butter, also leichter als herkömmliches Papier. Dennoch ist es wesentlich belastbarer und reißfester als traditionelles Papier. Und es ist schwer entflammbar.Stein-Papier hat eine ganz feine Struktur, das fühlt sich an wie Samt, das ist sehr angenehm. Man spürt, dass da Steinmehl dahinter steckt.
Quelle: Planet Wissen

 

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